Vergangenheit und Zukunft perfekt verbunden.

Gründungsurkunde Zeidler & Wimmel
Unter der Regierung Friedrich des Großen legte am 11. März 1776 der „Altmeister“ Johann Heinrich Wimmel den Grundstein zu einem Steinmetzunternehmen, aus dem die heutige Firma Zeidler & Wimmel hervorging. Die damalige Werkstatt befand sich bei der Pommeranzenbrücke im Lustgarten in Berlin.

Berliner Lustgarten
Johann Heinrich Wimmel genießt das Vertrauen der Architekten und Bildhauer jener Zeit. Zu ihnen gehörten Karl von Gontard, Carl Gotthard Langhans, die beiden Gilly (Vater und Sohn) und Johann Gottfried Schadow. Sein besonderer Gönner und Freund ist Karl Friedrich Schinkel.

Johann Heinrich Wimmel
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Karl Friedrich Schinkel |
Johann Gottfried Schadow |
Zu dieser Zeit entstehen zahlreiche bedeutende Bauten wie die Königskolonaden und das Brandenburger Tor.
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Königskolonaden |
Brandenburger Tor |
Nach dem Tod von Johann Heinrich Wimmel 1818 übernimmt der älteste Sohn |
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Philipp Heinrich Wimmels Sohn Adolf Heinrich Wimmel übernimmt nach dessen Tod im Jahre 1831 das Geschäft. Neben Schinkel wenden ihm Künstler und Architekten, wie Carl Ferdinand Langhans, August Stüler, Albrecht Dieter Schadow, Ludwig Persius, Johann Heinrich Strack, Christian Daniel Rauch und Friedrich Drake ihre Gunst zu. |
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1853 Ernennung von Adolf Heinrich Wimmel zum königlichen Hofsteinmetzen. Nach seinem Tod 1859 Weiterführung der Werkstatt durch seine Witwe, bis 1868 Sohn Paul Wimmel das Geschäft übernimmt.
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![]() Otto Zeidler |
![]() Carl Zeidler |

Siegessäule Berlin
Die gemeinsame Arbeit an der Siegessäule in Berlin festigt die Freundschaft der Häuser Zeidler und Wimmel.

Werk Bunzlau (jetzt Bolesławiec)
Im Jahre 1872 errichten die beiden Firmen in Bunzlau eine gemeinsame Werkstatt mit Sägerei, Steinmetz- und Bildhaueratelier.
Diese erhält den Namen Zeidler & Wimmel und versorgt die Berliner Stammhäuser, die auch weiterhin getrennt von einander verwaltet werden.
Das Unternehmen der Gebrüder Zeidler, das auch an zahlreichen Auslandsbauten u.a. in Amsterdam, Rotterdam, Wien, Kopenhagen, Prag und Buenos Aires beteiligt ist, erwirbt 1910 die Muschelkalk-Steinbrüche in Kleinrinderfeld und Gaubüttelbrunn und errichtet ein Diamantsägewerk mit Steinmetzwerkstätten in Kirchheim bei Würzburg.
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Steinbrüche Gaubüttelbrunn und Kleinrinderfeld |
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Südfront des Berliner Reichstags
Die Höchstleistungsperiode fällt in die Zeit der Großaufträge für den Bau des Reichstags, der bis zu 13500 m3 verarbeitetes Material im Jahr fordert.
Nach dem Tod Paul Wimmels, seines Schwagers Paul Rasche, sowie Carl und Otto Zeidlers gehen die drei Unternehmen in den alleinigen Besitz der Familie Zeidler und des langjährigen Leiters der drei Firmen, Dr. Adalbert Metzing, über. 1920 werden die Unternehmen zur heutigen FirmaZeidler & Wimmel vereinigt. |
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Berliner Olympiastadion
Im Jahre 1939 beschäftigt die Firma in 7 Werken und 21 Steinbrüchen rund 1600 Arbeiter und ist somit einer der größten Steinmetzbetriebe, den es je in Deutschland gegeben hat. Ein Großauftrag für die Muschelkalkbetriebe ist das Berliner Olympiastadion.
Doch der schöne Schein trügt. Deutschland erlebt das traurigste Kapitel seiner Geschichte.
Und am Ende des 2. Weltkrieges sind für Zeidler & Wimmel
80% des Besitzes verloren.

Doch schon 1945 gründete sich Zeidler & Wimmel in Kirchheim bei Würzburg neu.
Nach dem Tod von Dr. Adalbert Metzing übernimmt sein Sohn |
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Ein neues Zeitalter beginnt.
Architekten wie Mies van der Rohe, Philip Johnson, Helmut Hentrich, Hans Scharoun, Hanns Dustmann, Rudolf Schwarz, Hugh Stubbins und Kaspar Kraemer prägen das Erscheinungsbild der entstehenden Bauten. Massive Außenwände weichen der Konstruktion aus Stahl und Beton.
Doch auch die Architekten der Moderne verzichten nicht auf den zeitlosen Baustoff Naturstein.
In enger Zusammenarbeit mit Architekten entstehen Bauten wie die Kongresshalle Berlin, die Liederhalle Stuttgart, die Kunsthalle der Stadt Bielefeld und die Industrie- und Handelskammer in Berlin.
Neben diesen neuen Aufgaben lebt bei Zeidler & Wimmel die Steinmetztradition weiter. Restaurierungs- und Bildhauerarbeiten bleiben ein bedeutender Produktionszweig, so ist man beteiligt an der Restaurierung des Kölner Doms, des Stephansdoms in Wien und des „Römer“ in Frankfurt.
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Kölner Dom |
Römer in Frankfurt |
Stephansdom, Wien |
Schon immer waren im Bildhaueratelier bekannte Persönlichkeiten tätig. Prof. Karl Hartung fertigte 1958 seine Plastik für die Weltausstellung in Brüssel und die große Reliefwand am WDR-Gebäude in Köln bei
Zeidler & Wimmel in Kirchheim. Seit Jahrzehnten erstellt hier der Berliner Paul Brandenburg seine sakralen Werke, Denkmäler und Skulpturen.
Im Jahre 1981 ändern sich die Eigentumsverhältnisse. Die Philipp Holzmann AG beteiligt sich zu 50 Prozent an Zeidler & Wimmel. Drei Jahre später übernimmt sie von Hellmut Metzing die verbleibenden Anteile. Konsul Hellmut Metzing verlässt am 2. Januar 1984 das Unternehmen. Sein Nachfolger Roland Koster leitet die Firma bis Jahresmitte 1989. Ab diesem Zeitpunkt werden Joachim Grüter und Rolf Zubeil zu Geschäftsführern bestellt. Im Oktober 1993 übernimmt Joachim Grüter die alleinige Geschäftsführung. Zusätzlich wird er im Jahr 2000 zum Präsidenten des Deutschen Naturwerkstein Verbandes gewählt. Die Betriebsleitung wird dem Prokuristen Anton Gerstner übertragen.
Weltberühmte Bauwerke in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart wurden mit bekannten und namhaften Architekten realisiert. Zu ihnen zählen unter anderem Hans Hollein, Christoph Mäckler, Josef Paul Kleihues und Jan Kleihues, Meinhard von Gerkan, Michael Laird Architects, Gesine Weinmiller und Michael Großmann sowie Thomas Müller und Ivan Reimann.
Im Jahr 2004 übernimmt die H. Geiger GmbH Stein- und Schotterwerke aus Kinding unter der Leitung von Herbert Geiger die Firma Zeidler & Wimmel.
Was kann mehr überzeugen als diese Tradition und der reiche Erfahrungsschatz
von über 230 Jahren auf dem Naturstein-Sektor, verknüpft mit den
innovativen Umsetzungstechnologien der neuesten Zeit!



















